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Futtervorräte der Bienenvölker prüfen!

Autor: Heinz Wahlmüller.

Liebe Imkerinnen und Imker in Feldkirchen!

Da in unserer Gegend der Winter 2019/2020 ausgefallen ist, und durch den milden und wechselhaften Witterungsverlauf ein früher Brutbeginn ausgelöst wurde, haben die Bienen bis jetzt sehr viel Futter verbraucht. Einige wenige Völker haben auch durchgebrütet. Zur Aufrechterhaltung der Bruttemperatur brauchen unsere Bienen sehr viel Futter - ca. 1 kg in der Woche. Der Futtervorrat muss aber noch bis zum Beginn der ersten richtigen Tracht zur Kirschblüte reichen. Auch für eine eventuelle Schlechtwetterperiode müssen unsere Bienen noch gut bevorratet sein.

 

Dies ist mir heuer leider bei einem sehr starken Volk passiert.

 

Durch ein kurzes Öffnen der Zarge sind die Futterreserven schnell zu überprüfen. Von oben sieht man wo und wieviel Futter noch vorhanden ist. Bei wenig Futter im Volk Reservefutterwaben an den Bienensitz hängen. Sind keine Futterwaben vorrätig, kann innerhalb des Schiedes gut mit Futtertaschen flüssig gefüttert werden. Leicht angewärmtes Flüssigfutter in Futtertaschen eignet sich besser und wird leichter aufgenommen als Zuckerteig. Die Bienen brauchen zum Verarbeiten des Teiges viel Wasser. Dieses einzutragen ist für die Bienen jetzt eine enorme Belastung. Um diese Zeit sollte man die Bienen nicht zu viel stören und den Bienensitz nicht auseinandernehmen, ein kurzes Öffnen der Beuten zur Nachschau schadet hingegen nicht.